PropTech Connect: Weniger Hype, mehr Umsetzung

Die PropTech Connect in London hat erneut gezeigt, wie dynamisch sich die internationale Immobilien- und Technologiebranche entwickelt. Besonders auffällig war dabei eine Veränderung in der Diskussion selbst: weniger Hype, mehr konkrete Anwendung.

AI bleibt ein dominierendes Thema. Gleichzeitig wollenUnternehmen immer genauer wissen, welchen operativen Mehrwert eine Technologietatsächlich liefert, wie sie sich in bestehende Prozesse integrieren lässt undwie schnell daraus messbare Verbesserungen entstehen.

1. AI muss reale Prozesse verbessern

Noch vor kurzer Zeit stand bei vielen AI-Anwendungen vorallem die technische Möglichkeit im Vordergrund.

Heute lauten die entscheidenden Fragen: Welcher konkrete Prozess wird verbessert? Welche manuelle Arbeit entfällt? Welche Entscheidung wird schneller vorbereitet?

Gerade in der Immobilienwirtschaft liegt das Potenzialdeshalb weniger in isolierten AI-Funktionen als in der Verbindung von AI mitrealen Projekt- und Geschäftsprozessen.

Im Projektcontrolling kann das zum Beispiel bedeuten, Abweichungen schneller zu analysieren, Informationen strukturiert aufzubereiten oder Reporting- und Forecasting-Prozesse zu unterstützen.

2. Ohne gute Daten keine gute Automatisierung

Je stärker AI und Automatisierung genutzt werden sollen,desto wichtiger wird die Qualität der zugrunde liegenden Daten.

Projektinformationen liegen häufig in unterschiedlichen Systemen und Strukturen vor. Damit wird strukturierte Datenhaltung zu einem strategischen Thema.

Denn dieselbe Datenbasis bildet die Grundlage für AI-basierteAnalysen, Benchmarking, Portfolio-Auswertungen und automatisiertes Reporting.

Unternehmen, die heute ihre Datenstrukturen verbessern,schaffen damit zugleich die Voraussetzung für zukünftige Automatisierung.

3. Prozess schlägt Feature

Ein weiteres Learning aus London: Kunden suchen immerseltener nach einem bestimmten Software-Feature.

Sie wollen ein konkretes Problem lösen.

Ein Reporting dauert zu lange. Daten müssen mehrfach gepflegt werden. Forecasts sind nicht vergleichbar. Portfolioinformationen müssen aus verschiedenen Systemen manuell zusammengeführt werden.

Deshalb beginnt erfolgreiche Digitalisierung nicht mit der Frage, welche Funktion noch fehlt, sondern mit der Frage: Welcher Prozess soll besser werden?

4. Integration wird immer wichtiger

Die Zahl spezialisierter Softwarelösungen in der Immobilienwirtschaft ist stark gewachsen. Gleichzeitig steigt damit die Komplexität.

ERP-Systeme, Finanzsoftware, Data Warehouses, Reporting-Lösungen und PropTech-Anwendungen müssen Informationen miteinander austauschen.

Der Wert einer Lösung hängt deshalb zunehmend davon ab, wiegut sie bestehende Systemlandschaften ergänzt und Prozesse über Systemgrenzenhinweg unterstützt.

Von PropTech zu operativer Business-Technologie

Vielleicht ist das wichtigste Learning aus London deshalb grundsätzlicher: PropTech wird erwachsener.

Technologie wird weniger als Innovationsprojekt und stärkerals Teil des operativen Kerngeschäfts verstanden.

Gefragt sind nicht nur neue Ideen, sondern stabile Prozesse, belastbare Daten, skalierbare Lösungen und messbarer Business Value.

Für PROBIS bestätigt das den Weg, den wir verfolgen: Projekt- und Portfoliodaten konsistent zusammenzuführen und darauf Anwendungen für AI, Benchmarking, Forecasting, Portfolio Management und Reporting aufzubauen.

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